Erkunde die Geschichte von Migration, Staatsbürgerschaft und Zugehörigkeit in Deutschland und den USA über die Jahrhunderte.
1907
-
1908
Gentlemen’s Agreement
Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Japan zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts können bestenfalls als “unbedeutend” bezeichnet werden. Beide Länder hatten wettstreitende geopolitische Interessen im Südpazifik und versuchten ihre Einflusssphären ins Innere Chinas zu erweitern. Zugleich waren japanisch-amerikanische Gemeinden der Westküste mit offener Diskriminierung durch weiße Amerikaner*innen konfrontiert. 1906 setzte das San Francisco Board of Education ein Gesetz inkraft, dass Schüler*innen aus japanischen Familien in segregierte Schulen zwang. Die Maßnahme verärgerte die japanische Regierung und drohte, die delikaten Beziehungen zwischen den beiden Nationen zu destabilisieren. Durch eine Reihe diplomatischer Depeschen und Noten zwischen 1907 und 1908, handelten die USA und Japan aus, was als “Gentlemen’s Agreement” bekannt wurde. Demnach würde Japan freiwillig die Anzahl der Immigrant*innen begrenzen, die es in die USA schickte und im Austausch würde die US-Regierung Schritte zur Eindämmung der diskriminierenden Praxen und Gesetze begehen, unter denen japanische Immigrant*innen litten.
United States
Sources
Mitziko Sawada. "Culprits and Gentlemen: Meiji Japan's Restrictions of Emigrants to the United States, 1891-1909". Pacific Historical Review 60, no. 3. Seiten 339-359.
Ronald Takaki. Strangers from a Different Shore: A History of Asian Americans. Boston: Little, Brown & Co.
Additional Resources
Robert C. Kennedy. On This Day. The New York Times. Aufgerufen am: June 16, 2015.