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Erkunde die Geschichte von Migration, Staatsbürgerschaft und Zugehörigkeit in Deutschland und den USA über die Jahrhunderte.

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1949
-
1990
Asyl in der BRD und DDR

In Reaktion auf die nationalsozialistischen Verbrechen verankerte die BRD das individuelle Grundrecht auf Asyl im Grundgesetz. In den ersten zwei Jahrzehnten fand es nur selten Anwendung.

1980 ermöglichte das Kontingentflüchtlingsgesetz "Boat People", die aus Vietnam flohen, eine privilegierte Einreise, mit sofortigem Zugang zum  Arbeitsmarkt und zu Sprachkursen. In den folgenden Jahren stiegen Asylanträge aufgrund globaler Konflikte und Kriege, begleitet von rassistischer Hetze, an. 1982 wurden Asylrechtsverschärfungen, wie Residenzpflicht, Lagerunterbringung und Essensgutscheine eingeführt. In der DDR war Asyl gemäß der Verfassung von 1949 vorgesehen, wurde aber 1968 zur Kann-Bestimmung. Es wurde vor allem politisch Erwünschten gewährt. Zwischen 1949 und 1950 fanden etwa 1.100 griechische Kinder und Jugendliche, die vor dem griechischen Bürgerkrieg flohen, Zuflucht in der DDR. Spanische Kommunist*innen und ihre Familien erhielten 1950 Asyl, da sie in dem faschistisch regierten Spanien nicht sicher waren. In den 1970er Jahren erhielten bis zu 2.000 Chil*innen nach dem Putsch in Chile Asyl in der DDR.
©Bundesarchiv/Federal Archive, 183-09887-0007
Kinder griechischer Freiheitskämpfer*innen im LBH-Ausbildungswerk, Leipzig, 1951
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