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Erkunde die Geschichte von Migration, Staatsbürgerschaft und Zugehörigkeit in Deutschland und den USA über die Jahrhunderte.

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1945
-
1948
Displaced Persons

Durch den Zweiten Weltkrieg sind Millionen von Menschen, darunter vor allem Zwangsarbeiter*innen und ausländische KZ-Insass*innen, heimatlos geworden.

Als „Displaced Persons” (DP) werden die bis zu 12 Millionen nicht-deutsche überlebende Opfer der nationalsozialistischen Arbeits-, Konzentrations- und Vernichtungslager bezeichnet, die sich nach Kriegsende in Deutschland aufhalten. Die meisten dieser Menschen werden nach dem Krieg in ihre Heimatländer zurückgebracht (Repratriierung). Noch Ende 1945 leben ca. 1,7 Millionen DPs in den drei Westzonen. Im Juni 1947 wird die Internationale Flüchtlingsorganisation („International Refugee Organisation”, IRO) als Sonderorganisation der Vereinten Nationen gegründet, die sich für während des Zweiten Weltkrieges heimatlos gewordene Menschen einsetzt. Sie organisiert Rückführungen der Betroffenen in ihre Heimatländer oder die Auswanderung in andere Staaten. 1950 leben nur noch etwa 150.000 DP’s im Bundesgebiet. Am 25. April 1951 wird das „Gesetz über die Rechtsstellung heimatloser Ausländer“ verabschiedet, um einen verbesserten Rechtsstatus für die DP’s zu schaffen. Dies führt allerdings in der Folge nicht zu einer vollkommenen Gleichstellung mit deutschen Geflüchteten und Vertriebenen, da das Gesetz keine Entschädigungsansprüche regelt. Viele der Betroffenen erhalten keine Entschädigungsleistungen für die Verbrechen, die an ihnen begangen wurden. Zudem ist das Verhältnis zwischen Bundesbürger*innen und DPs auf Grund von Abwehrhaltung, Vorurteilen, Neid und Verachtung problematisch. Dazu trägt auch die ungleiche Verteilung der Geflüchteten und Vertriebenen in den vier deutschen Besatzungszonen bei.
Henriette Schroeder
Weiterleben! Jüdischer Neuanfang in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg
Ein Film von Henriette Schroeder über das jüdische Leben in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
Germany
Sources
  1. Jochen Oltmer. Zwangswanderungen nach dem Zweiten Weltkrieg.  Online-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung).  March 15, 2005. Aufgerufen am: July 28, 2015.
  2. Der Spiegel 32/1983: Behandelt wie ein drittklassiges Pack..  DER SPIEGEL).  August 8, 1983. Aufgerufen am: July 28, 2015.
  3. Lisa Sonnabend. Displaced-Persons-Lager Föhrenwald - Zwei verbogene Löffel und viele Erinnerungen.  Süddeutsche Zeitung).  April 4, 2012. Aufgerufen am: July 28, 2015.
Additional Resources
  1. "Weiterleben! Jüdischer Neuanfang in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg". Film von Henriette Schroeder. Youtube. 2009. Aufgerufen am: July 28, 2015.
  2. Where did survivors go in post-war Europe? - Returning home. The Holocaus Explained. Aufgerufen am: July 28, 2015.
  3. The Spielberg Jewish Film Archive - DP Camps In Germany, Austria and Prague. Youtube. Aufgerufen am: July 28, 2015.
  4. Jewish Displaced Persons Camps. Youtube-Kanal. Aufgerufen am: July 28, 2015.
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