„No-No Boy“ von John Okada ist ein berühmter Roman über das Leben japanisch-amerikanischer Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Hauptfigur, Ichiro Yamada, ist ein sogenannter „No-no boy“. Das bedeutet, er hat im Internierungslager zwei Fragen zur Loyalität gegenüber den USA mit „Nein“ beantwortet und deshalb nicht im Krieg für die USA gekämpft. Dafür wurde er als „illoyal“ angesehen, kam ins Gefängnis und wurde von vielen anderen Japanisch-Amerikaner*innen ausgegrenzt.
Im Roman kehrt Ichiro nach vier Jahren im Lager und Gefängnis nach Seattle zurück und hat Schwierigkeiten, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Er fühlt sich weder in den USA noch in Japan richtig zugehörig. Nach der Veröffentlichung 1957 wurde das Buch kaum beachtet, weil es „No-no boys“ verständnisvoll zeigt und viele Japanisch-Amerikaner*innen damals ihre Loyalität zu den USA betonen wollten.
Erst in den 1970er Jahren, als mehr über Widerstand und Gerechtigkeit gesprochen wurde, wurde das Buch wiederentdeckt und wichtig für die asiatisch-amerikanische Literatur.