Die Unabhängigkeit der Philippinen schränkt Einwanderung ein
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind viele Menschen von den Philippinen in die USA ausgewandert. Das lag an mehreren Gründen: Die USA hatten ab 1898 die Kontrolle über die Philippinen übernommen, und bis 1934 gab es keine Beschränkungen für die Einwanderung. Viele Menschen waren arm und fanden auf den Philippinen keine Arbeit, besonders auf den Ilocano-Inseln. In den USA arbeiteten sie oft in der Landwirtschaft, in der Fischerei oder in Fabriken. Auch das Studium an US-Universitäten war für einige durch ein besonderes Gesetz möglich. Die meisten philippinischen Einwander*innen lebten in Hawaii, Kalifornien, Washington und New York.1934 wurde ein neues Gesetz beschlossen, der Tydings-McDuffie Act. Dieses Gesetz schränkte die Einwanderung stark ein und bereitete die Philippinen auf die Unabhängigkeit vor. Ab jetzt durften nur noch 50 Menschen pro Jahr in die USA einwandern. Später wurde das Gesetz geändert, damit mehr Menschen von den Philippinen im Zweiten Weltkrieg für die US-Armee arbeiten konnten. Trotzdem wurden vielen von ihnen nach dem Krieg versprochene Rechte wieder weggenommen. Ab 1946 durften dann 100 Philippinas/Philippinos pro Jahr in die USA einreisen, und die US-Marine warb viele Arbeiter*innwn aus den Philippinen an.