Weil der Kongress keine neuen Einwanderungsgesetze macht, handeln viele US-Bundesstaaten selbst.
Manche Staaten helfen Menschen ohne Papiere, andere machen es ihnen schwerer. Besonders beim Studium gibt es große Unterschiede. Nicht dokumentierte Studierende dürfen oft nicht arbeiten und müssen hohe Gebühren wie Ausländer*innen zahlen. Sie bekommen selten finanzielle Hilfe.
Seit 2001 haben Texas und mindestens 20 andere Staaten Gesetze gemacht, damit Studierende ohne Papiere weniger Studiengebühren zahlen und manchmal Stipendien oder staatliche Hilfe bekommen können. Das hilft ihnen, an die Uni zu gehen.
Andere Staaten wie Arizona, Georgia und Indiana verbieten solche Hilfen. In Alabama, Georgia, North Carolina und South Carolina gibt es sogar Regeln, damit weniger nicht dokumentierte Studierende an Unis aufgenommen werden.
Gleiche Studiengebühren sind ein wichtiger Schritt für mehr Gerechtigkeit. Aber: Einen legalen Aufenthaltsstatus bekommen die Studierenden dadurch nicht. Das kann nur die Bundesregierung entscheiden.
Studierende der Freedom University, einer modernen Freiheitsschule für Studierende ohne Papiere, die in Georgia gebührenfreien Unterricht anbietet.
Die Freedom University öffnete 2011 in Athens, Georgia, ihre Pforten als Reaktion auf die vom Georgia Board of Regents verabschiedete Richtlinie 4.1.6, die allen Studierenden ohne Papiere den Zugang zu den fünf größten öffentlichen Universitäten des Bundesstaates Georgia untersagte. Die Freedom University bietet einen sicheren Raum, in dem Studierende ohne Papiere ihr Menschenrecht auf Bildung wahrnehmen können. Im Jahr 2014 verlegte sie ihre Schule nach Atlanta, Georgia, und setzt seitdem ihre Arbeit fort, um die Zukunft der Bildung für Studierende ohne Papiere zu sichern.