1917 beschloss der US-Kongress das Jones-Gesetz. Damit wurden Puerto-Ricaner*innen offiziell US-Staatsbürger*innen, aber sie durften nicht an den Wahlen für den US-Präsidenten oder den Kongress teilnehmen.
Puerto Rico war seit 1898 nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg eine Kolonie der USA und hatte bis 1917 keinen klaren Status.
Das Gesetz wurde auch deshalb kritisiert, weil die USA damit mehr Soldaten für den Ersten Weltkrieg gewinnen wollten: Direkt nach dem Gesetz wurden 20.000 Puerto-Ricaner zum Militär eingezogen. Weil in dieser Zeit weniger Menschen aus Europa einwanderten, zogen viele Puerto-Ricaner*innen nach New York und in andere Städte im Norden, um dort in Fabriken zu arbeiten.
Das Wort Loyalität wird [für die Puertoricaner*innen] eine größere Bedeutung haben, wenn wir sie in das Konglomerat unserer Staatsbürgerschaft aufnehmen.
- Bureau of Internal Affairs (BIA)
A 1912 Internal Memo Regarding the Relations between United States & Puerto Rico
Von links nach rechts: A. Ruíz Soler (Gesundheit), José E. Benedicto (Schatzmeister), Ramón Siaca Pacheco (Sekretär), Hon. Arthur Yager (Gouverneur, 1914-1921), Paul G. Miller (Bildung), Manuel Camuñas (Arbeit und Landwirtschaft), Salvador Mestre (Generalstaatsanwalt), Guillermo Esteves (Inneres), Jesse W. Bonner (Prüfer), Pedro L. Rodríguez (Sekretär des Gouverneurs).
Sources
Juan Gonzalez. Harvest of Empire: A History of Latinos in America. New York: Penguin Books, 2011.
Jorge Duany. The Puerto Rican Nation on the Move: Identities on the Island and in the United States. North Carolina: University of North Carolina Press, 2002.