Der Dawes Severalty Act von 1887 war ein Wendepunkt in der US-Politik gegenüber Native Americans. Vorher lebten viele indigene Völker gemeinsam auf Reservaten. Mit dem Dawes Act wurde dieses Land aufgeteilt: Jeder indigene Familienvater bekam 160 Acre Land, das er privat besitzen sollte. Das Ziel war, die traditionelle Lebensweise der Native Americans zu zerstören und sie zu „amerikanisieren“.
Viele Native Americans lehnten das Gesetz ab, weil es ihre Kultur und ihre Gemeinschaften bedrohte. Trotzdem verloren sie durch den Dawes Act fast zwei Drittel ihres Landes – von 138 Millionen auf 48 Millionen Acre. Das restliche Land wurde oft an weiße Siedler*innen verkauft.
In den 1930er Jahren änderte die US-Regierung ihre Politik wieder. Mit dem Indian Reorganization Act von 1934 wurde der Dawes Act abgeschafft. Jetzt sollten indigene Völker wieder mehr Selbstbestimmung und eigenes Land bekommen.