Während der Blütezeit der US-Wirtschaft zwischen 1870 und 1900 gab es große Unterschiede zwischen Arm und Reich. In dieser Zeit veröffentlichte der dänische Einwanderer und Fotograf Jacob Riis das Buch „How the Other Half Lives“. Darin zeigte er mit Text und Fotos, wie schlecht viele arme eingewanderte Menschen in New York lebten.
Das Buch gab reichen und gebildeten Menschen einen Einblick in das harte Leben in den engen und oft schmutzigen Mietshäusern. Riis erklärte, dass Armut vor allem durch schlechte Lebensbedingungen entsteht, nicht durch die Menschen selbst. Allerdings teilte er die Armen manchmal in „verdiente“ und „unverdiente“ Arme ein und nutzte auch Vorurteile gegenüber bestimmten Gruppen.
Trotzdem zeigte Riis Mitgefühl für die Menschen, die er fotografierte. Er wurde bekannt als jemand, der sich für bessere Wohnbedingungen und soziale Gerechtigkeit einsetzte.