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United States
2010
Kontroverse nationale Pässe

2010 wollte das irokesische Lacrosse-Team zur Weltmeisterschaft nach England reisen. Am New Yorker Flughafen durften sie nicht fliegen, weil ihre eigenen Pässe von den US-Behörden nicht anerkannt wurden.

Die Haudenosaunee, die das Spiel erfunden haben, reisen seit langem mit eigenen Pässen, die aber nicht den neuen Sicherheitsregeln nach dem 11. September 2001 entsprechen. Die US-Regierung erlaubte dem Team einmalig die Reise ohne US-Pass, doch Großbritannien verweigerte die Einreise. So konnte das Team 2010 nicht mitspielen. Der Fall machte international auf die Rechte indigener Völker aufmerksam. 2012 bekam das Team Visa für Finnland und konnte dort teilnehmen.
Der Einband eines Haudenosaunee-Passes. Indian Country Today
Der Einband eines Haudenosaunee-Passes.
Die erste bekannte Person, die mit einem indigenen Pass reiste, war der Häuptling der Cayuga, Chief Deskaheh. Als Vertreter der Irokesen in Ontario wurde ihm 1923 ein Irokesenpass ausgestellt, mit dem er nach Genf zum Sitz des Völkerbundes reiste, um über die Ungerechtigkeiten zu berichten, die dem Volk der Irokesen angetan wurden.
Sources
  1. Michelle Chen. Passport Flap Keeps Iroquois Out of World Lacrosse Championships - COLORLINES. July 17, 2010. Aufgerufen am: September 13, 2015.
  2. Thomas Kaplan. Iroquois Defeated by Passport Dispute. New York Times. July 16, 2010. Aufgerufen am: September 13, 2015.
  3. Gale Courey Toensing. Iroquois Nationals Ready for World Lacrosse Championships in Finlan. Indian Country Today. July 7, 2012. Aufgerufen am: September 13, 2015.
  4. Native American Lacrosse Team Refused Entry to Britain over Passport Issue. VOA News. July 17, 2010. Aufgerufen am: September 13, 2015.