Etwa 80 Jahre lang zwang die US-Regierung indigene Kinder, Internate zu besuchen (indigen bedeutet, dass Menschen schon lange in einem bestimmten Gebiet leben und zu den ersten Bewohner*innen gehören). Dort sollten sie ihre Kultur und Sprache vergessen und wie weiße Amerikaner*innen leben. Die Kinder wurden oft gewaltsam von ihren Familien getrennt und durften ihre Traditionen nicht ausüben. Die Schulen waren streng und oft grausam.
Viele Familien mussten ihre Kinder dorthin schicken, weil es oft die einzige Schulmöglichkeit war. Trotzdem bewahrten viele Kinder ihre Kultur heimlich. Die gemeinsamen Erfahrungen in den Internaten halfen später beim Kampf für indigene Rechte.
Die meisten Internate schlossen in den 1940er Jahren, einige blieben länger offen. Heute gibt es noch wenige, aber mit anderen Zielen.