Um 1900 gab es in den USA über 1000 Zeitungen in anderen Sprachen, die von Einwander*innen und Minderheiten gemacht wurden.
Diese Zeitungen zeigten, wie vielfältig die Kulturen, Sprachen und Religionen in den USA waren. Viele Einwander*innen fühlten sich in den großen Medien nicht vertreten und gründeten deshalb eigene Zeitungen. So konnten sie Nachrichten aus ihrer Heimat lesen und Informationen in ihrer eigenen Sprache bekommen. Diese Zeitungen halfen auch, dass sie mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben konnten.
Schon früher gab es Zeitungen in anderen Sprachen: 1794 erschien in Philadelphia die erste große deutsche Zeitung, bald darauf eine französische. In New Orleans und Texas gab es spanischsprachige Zeitungen. Die erste Zeitung von Native Americans, „The Cherokee Phoenix“, wurde 1828 gegründet. Ab den 1830er Jahren gab es auch sehr günstige Zeitungen, die besonders für Einwander*innen gemacht wurden.