Nach der Russischen Revolution 1917 und vielen Streiks in den USA hatte die US-Regierung große Angst vor einer kommunistischen Revolution im eigenen Land. Diese Zeit nennt man „Erste Rote Angst“ (Red Scare). Besonders Einwander*innen wurden verdächtigt, radikale politische Ideen zu unterstützen.
Zwischen 1919 und 1920 ließ der US-Justizminister A. Mitchell Palmer viele Wohnungen und Treffpunkte durchsuchen. Hunderte Menschen, vor allem aus Russland, wurden verhaftet und abgeschoben. Auch bekannte Aktivist*innen wie Emma Goldman mussten das Land verlassen. Viele Gewerkschafter*innen, Anarchist*innen, Kommunist*innen und Sozialist*innen wurden in dieser Zeit verfolgt und ihre Rechte eingeschränkt.
Die Regierung nutzte die Angst vor dem Kommunismus, um gegen politische Gegner und Einwander*innen vorzugehen.