Als der Erste Weltkrieg begann, verließen 3 Millionen Deutsche, die in der Landwirtschaft arbeiteten, ihre Jobs, um als Soldaten zu kämpfen. Deshalb wurden Arbeitskräfte aus Polen sehr wichtig, um die deutsche Landwirtschaft während des Krieges am Laufen zu halten.
Viele ausländische Arbeiter*innen durften nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren, damit die Landwirtschaft in Preußen weiter gut arbeiten konnte. Da die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten stieg, wurden in den besetzten östlichen Gebieten weitere Arbeiter*innen gesucht. Besonders im Herbst und Winter 1916/17 wurden viele von ihnen zwangsweise deportiert, vor allem polnische Jüd*innen.
Zusätzlich wurden auch Kriegsgefangene aus Russland, Serbien und Belgien als Arbeiter*innen eingesetzt. Die Lebensbedingungen für die Zwangsarbeiter*innen waren sehr schlecht. Besonders Pol*innen mussten strenge Regeln befolgen. Sie durften nicht umziehen und waren an ihre Arbeitgeber*innen gebunden.