Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Die Mauer hatte 28 Jahre Ost- und Westdeutschland getrennt. Viele Menschen feierten, weil sie wieder frei reisen konnten. Fast ein Jahr später wurden Ost- und Westdeutschland wieder eins. Aber nicht alle fühlten sich dadurch gleich dazu gehörig. Das war der Anfang vom Ende der deutschen Teilung.
Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer nach über 28 Jahren. Der Fall der Mauer war das Ergebnis von Protesten und Veränderungen in der DDR. Viele Menschen waren zuvor über Ungarn und andere Länder in den Westen geflüchtet, und Hunderttausende demonstrierten friedlich für Freiheit und offene Grenzen.
An diesem Abend verkündete Günter Schabowski, ein DDR-Politiker, bei einer Pressekonferenz, dass Reisen für DDR-Bürger*innen ab sofort erlaubt seien. Diese Nachricht verbreitete sich schnell, und viele Menschen strömten zu den Grenzübergängen. Noch in der Nacht wurden die Grenzen geöffnet.
Der Mauerfall brachte Freude und Hoffnung für viele, aber auch Angst und Unsicherheit für Migrant*innen und nicht-weiße Deutsche, die sich ausgeschlossen fühlten. Der Ruf „Wir sind das Volk“, später „Wir sind ein Volk“, zeigte ein neues Nationalgefühl, das jedoch nicht alle Menschen einschloss. Ein Jahr später, am 3. Oktober 1990, wurde Deutschland offiziell wiedervereint.