Nach dem Ende des Kalten Krieges stieg der Rassismus gegen Rom*nja in vielen Ländern Osteuropas stark an. Viele Rom*nja flohen vor Gewalt und Krieg, besonders aus Jugoslawien, nach Deutschland. Doch Deutschland begann, Rom*nja wieder abzuschieben – auch Menschen, die schon lange hier lebten.
Dagegen wehrten sich viele Rom*nja. 1989 besetzten Hunderte eine Gedenkstätte bei Hamburg, um gegen Abschiebungen zu protestieren. 1990 besetzten sie den Kölner Dom und gingen durch viele Städte in Nordrhein-Westfalen. In den Jahren danach gab es weitere Proteste, z. B. vor dem Landtag in Düsseldorf und der Ausländerbehörde in Köln. 1993 protestierten Rom*nja im ehemaligen Konzentrationslager Dachau gegen ihre Abschiebung.
Einige bekamen dadurch ein Bleiberecht. Viele andere wurden trotzdem abgeschoben oder leben bis heute nur mit Duldung in Deutschland.