Viele Menschen erkennen den Völkermord an Sinti und Roma nicht an. Deshalb gibt es immer noch Vorurteile. Sinti und Roma werden oft ausgeschlossen und unfair behandelt. Manche Leute sagen, sie seien kriminell. Ab Ende der 1970er Jahre machen Sinti und Roma mit Veranstaltungen darauf aufmerksam.
Das alles führt dazu, dass Diskriminierung und Ausgrenzung bleiben
Während des Nationalsozialismus wurden etwa eine halbe Million Sinti und Roma ermordet. Nach dem Krieg blieben rassistische Vorurteile und Diskriminierung bestehen, weil der Völkermord lange nicht anerkannt wurde.
In den 1950er Jahren gründeten sich Vereine, um die Rechte von Sinti und Roma zu stärken. Sie kämpften für Entschädigungen und Gleichberechtigung. Der „Verband deutscher Sinti“ wurde 1971 gegründet. Mit öffentlichen Aktionen machten sie auf den Völkermord und die Diskriminierung aufmerksam.
Die internationale Roma-Bewegung begann ebenfalls in den 1970er Jahren. Der erste Weltkongress der Roma fand 1971 statt. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wurde 1982 gegründet und setzte sich für Anerkennung und Entschädigungen ein. 1982 erkannte Bundeskanzler Helmut Schmidt den Völkermord offiziell an. Seit 1995 sind Sinti und Roma gesetzlich als nationale Minderheit anerkannt.