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Germany
1919
Rassistische Proteste gegen die Besatzung des Rheinlands

Die Besetzung des linken Rheingebiets war Teil des Versailler Vertrags. Von den 85.000 französischen Soldaten im Rheinland waren etwa 25.000 bis 30.000 aus nord- oder westafrikanischen Kolonien.

Die Anwesenheit dieser Schwarzen Soldaten führte zu starkem Protest in Deutschland. Viele Parteien forderten, dass die Truppen abgezogen werden, und warnten vor einer „Schändung des deutschen Volkes“. Reichspräsident Friedrich Ebert bezeichnete die Soldaten als „niederster Kultur“ und sah ihre Anwesenheit als Verletzung der europäischen Zivilisation. Eine Kampagne in der Presse stellte die Kolonialsoldaten als brutale „Wilde“ dar, die Gewalt und Kriminalität bringen würden. Es wurde behauptet, dass Frankreich mit der Stationierung der Soldaten gegen die „Solidarität der weißen Rasse“ verstoßen habe. Diese Haltung zeigt, dass sich viele Deutsche in der Weimarer Republik als weiße Gemeinschaft sahen, die auf der Idee von verschiedenen „Rassen“ basierte. Die Kampagne nutzte rassistische Stereotypen aus dem 19. Jahrhundert. Die Kinder der Besatzungssoldaten, die während dieser Zeit geboren wurden, erlebten später ebenfalls Diskriminierung. Ab 1933 wurden „rassenhygienische“ Untersuchungen an Kindern mit Schwarzen und weißen Eltern durchgeführt, und 1937 gab es die ersten illegalen Zwangssterilisierungen.
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Rheinland - Teaser
"Stell dir vor du bist in Deutschland. Es ist das Jahr 1937. Du bist Schwarz. Der 12-jährige Joachim muss sich im zunehmend feindlich gesinnten Umfeld seines Heimatdorfes mit seiner Identität als afrodeutscher Junge auseinanderzusetzen, während seine Eltern Awa und Annemarie dafür kämpfen, ihrem Sohn vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Politik eine normale Kindheit zu ermöglichen."
Additional Resources
  1. Museen Köln: Ausstellungsprojekt.
  2. Fatima El-Tayeb. Schwarze Deutsche. Der Diskurs um “Rasse” und nationale Identität 1890-1933,. Frankfurt am Main. 2001.
  3. Sandra Mass. Der Andere Mann. Afrikanische Soldaten als Spiegel weißer Männlichkeit und Weiblichkeit (1870-1923). Perspektivia – Publikationsplattform der Max Weber Stiftung. 2008. Date accessed: October 24, 2015.