Zwischen 1950 und 1973 streikten in Westdeutschland (BRD) viele Migrant*innen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Besonders bekannt ist der Streik 1973 bei Pierburg, wo viele Frauen aus Südeuropa und der Türkei erfolgreich gleichen Lohn forderten. Auch bei Ford in Köln traten Tausende Arbeiter*innen aus der Türkei, Italien und Jugoslawien in den Streik, um gegen schlechte Arbeitsbedingungen zu protestieren. Gewerkschaften und Medien unterstützten sie meist nicht, und viele Streiks wurden von Polizei und Werksleitung gewaltsam beendet.
Auch in Ostdeutschland (DDR) gab es Streiks von ausländischen Arbeiter*innen. Besonders algerische und mosambikanische Vertragsarbeiter*innen streikten mehrfach für mehr Lohn und bessere Lebensbedingungen. Manchmal erreichten sie dadurch Verbesserungen, oft gab es aber auch Strafen.