Zwischen 1991 und 1999 gab es in Jugoslawien mehrere Kriege, die dazu führten, dass der Staat zerfiel und viele Menschen fliehen mussten.
Jugoslawien bestand aus sieben Teilen: Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo und Mazedonien. Als die ersten Länder wie Slowenien und Kroatien 1991 unabhängig werden wollten, versuchte die jugoslawische Armee, dies mit Gewalt zu verhindern. Es kam zu mehreren Kriegen: dem 10-Tage-Krieg in Slowenien (1991), dem Kroatienkrieg (1991–1995), dem Bosnienkrieg (1992–1995) und dem Kosovokrieg (1999). Diese Konflikte waren von Nationalismus und Gewalt geprägt.
Der Bosnienkrieg endete 1995 mit dem Friedensabkommen von Dayton. Trotzdem mussten viele Geflüchtete aus Jugoslawien weiterhin mit Abschiebungen rechnen, besonders Menschen aus dem Kosovo. Viele hatten keine Perspektive in ihrer Heimat und lebten in ständiger Angst vor Rückkehr.