Im März 1933 wurden jüdischen Ärzt*innen, Anwält*innen und Apotheker*innen Berufsverbote erteilt. Gleichzeitig wurde das erste Konzentrationslager in Dachau eröffnet, um „politische Feinde“ einzusperren.
Einen Monat später boykottierte die SA jüdische Geschäfte und erließ ein Gesetz, das jüdische Menschen aus dem öffentlichen Dienst ausschloss. Viele jüdische Menschen wanderten daraufhin aus, etwa 200.000.
Es gab auch die ersten Bücherverbrennungen von Autor*innen, die als „nicht-arisch“ oder regimekritisch galten. 1935 schränkten die Nürnberger „Rassengesetze“ das Leben jüdischer Menschen weiter ein. Ihnen wurde das Wahlrecht entzogen, und sie durften nicht mehr in bestimmten Berufen arbeiten oder heiraten.
1938 wurden viele jüdische Menschen enteignet, und ihre Pässe wurden ungültig. Jüdische Menschen mussten einen Pass mit einem „J“ bekommen und erhielten oft die Namen „Sarah“ oder „Israel“, um sie zu kennzeichnen. Ab 1939 mussten sie einen „Judenstern“ tragen.
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 fand die Reichspogromnacht statt. Über 1400 Synagogen wurden verbrannt, viele Geschäfte zerstört, 91 jüdische Menschen ermordet und etwa 30.000 verhaftet. Dies führte zu einer verstärkten Auswanderung jüdischer Menschen, aber viele Länder lehnten die Aufnahme ab.
Im Juli 1941 plante Hermann Göring die „Endlösung der Judenfrage“. Am 20. Januar 1942 wurde auf der Wannseekonferenz beschlossen, dass alle jüdischen Menschen in den von den Nationalsozialisten kontrollierten Gebieten ermordet werden sollten. Insgesamt wurden etwa sechs Millionen jüdische Menschen während der NS-Zeit ermordet.