Die Filme zeigen oft, wie anders und fremd Migrant*innen wirken und wie sie unterdrückt werden.
Diese Darstellungen verstärken manchmal den Unterschied zwischen „türkischer“ und „deutscher“ Kultur. Gleichzeitig fordern sie die Zuschauer*innen heraus, ihre Vorstellungen von Nation und Kultur zu überdenken. Es wird gezeigt, dass viele Vorstellungen über Kultur und Herkunft auf Vorurteilen und falschen Annahmen beruhen und neu definiert werden sollten.
Rainer Werner Fassbinder war ein wichtiger Filmemacher des Neuen Deutschen Films. In seinen Filmen „Katzelmacher“ (1969) und „Angst essen Seele auf“ (1974) brachte er erstmals die Geschichten von Arbeitsmigrant*innen auf die Leinwand. Die Filme zeigen den Hass und die Feindseligkeiten, denen „Gastarbeiter*innen“ in Deutschland ausgesetzt waren.
1976 folgte Helma Sanders-Brahms mit ihrem Film „Shirins Hochzeit“. Das Drehbuch schrieb der türkische Schriftsteller Aras Ören mit. Es war der erste Film, der die Geschichte aus einer türkischen Perspektive erzählte. Der Film „In der Fremde“ (1975) von Sohrab Shahid Saless zeigte das Leben eines türkischen „Gastarbeiters“ in Berlin-Kreuzberg. Dieser Film war ein wichtiger Schritt für das migrantische Kino, bei dem Migrant*innen ihre eigenen Geschichten erzählen.