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Germany
1971
Arbeitsabkommen DDR und osteuropäische Staaten

Die DDR holte ausländische Arbeitskräfte, sogenannte Vertragsarbeiter*innen, ins Land, um den Mangel an einheimischen Arbeitskräften auszugleichen. Diese kamen vor allem aus sozialistischen Ländern wie Vietnam, Mosambik, Kuba und Ungarn.

Sie sollten in der DDR arbeiten und nach einigen Jahren in ihre Heimat zurückkehren. Die Aufenthaltsdauer war auf zwei bis sechs Jahre begrenzt, und es war nicht vorgesehen, dass sie dauerhaft bleiben oder Familien gründen konnten. Die Vertragsarbeiter*innen lebten in eigenen Wohnheimen, getrennt von der einheimischen Bevölkerung. Sie erhielten oft schwere oder monotone Arbeiten und hatten wenig Rechte. Nach der Wiedervereinigung verloren viele ihre Arbeit und mussten die DDR verlassen. Einige blieben jedoch und gründeten ein neues Leben in Deutschland.
Vertragsländer der DDR werden auch als „Brüderländer“ bezeichnet.
Sources
  1. Hela Marburger. Und wir haben unseren Beitrag zur Volkswirtschaft geleistet”. Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Situation der Vertragsarbeiter der ehemaligen DDR vor und nach der Wende.. Frankfurt am Main: IKO Verlag für Interkulturelle Kommunikation,.
  2. Rita Röhr. “Beschäftigung polnischer Arbeitskräfte in der DDR 1966-90. Die vertraglichen Grundlagen und ihre Umsetzung.”. In: Archiv für Sozialgeschichte. Nr. 42..
  3. Rother, Hans-Jürgen (2012): Strickmaschinen und Vertragsarbeiter. Unbeabsichtigte Nebeneffekte der Beschäftigung ungarischer Vertragsarbeiter in der DDR..
Additional Resources
  1. “Film: VertragsarbeiterInnen in der DDR – Kompilation aus Wochenschauen “Der Augenzeuge” und Kinobox, DDR 1966-1981, ca. 12 Min.”.