Durch den Zweiten Weltkrieg verlieren Millionen Menschen ihre Heimat. Dazu gehören vor allem Zwangsarbeiter*innen und ehemalige Häftlinge aus Konzentrationslagern.
Diese Menschen nennt man „Displaced Persons“ (DPs). Es sind bis zu 12 Millionen nicht-deutsche Überlebende der nationalsozialistischen Lager, die nach dem Krieg in Deutschland leben. Die meisten werden in ihre Heimatländer zurückgebracht. Ende 1945 leben noch etwa 1,7 Millionen DPs in Westdeutschland. Eine internationale Organisation hilft bei der Rückkehr oder bei der Auswanderung in andere Länder. 1950 sind es nur noch rund 150.000 DPs in Deutschland.
1951 wird ein Gesetz beschlossen, das die Rechte der DPs verbessern soll. Trotzdem sind sie nicht den deutschen Geflüchteten gleichgestellt. Viele erhalten keine Entschädigung für das erlittene Leid. Außerdem gibt es viele Vorurteile und Ablehnung gegenüber DPs in der Bevölkerung.