Anne Frank war ein jüdisches Mädchen, das im Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden untertauchen musste, um den Nazis zu entkommen. Sie schrieb in einem Tagebuch über ihr Leben, das nach ihrem Tod bekannt wurde.
Anne wurde am 12. Juni 1929 in Frankfurt geboren. Ihre Familie zog nach Amsterdam, um vor den wachsenden Diskriminierungen in Deutschland zu fliehen. 1940 besetzten deutsche Truppen die Niederlande, und auch dort wurden bald Gesetze gegen Jüd*innen eingeführt. 1942 erhielt Annes Schwester Margot einen Aufruf, in ein Arbeitslager zu gehen. Daraufhin tauchte die Familie Frank mit Hilfe von Freunden im Hinterhaus einer Firma unter.
Anne bekam kurz vor dem Untertauchen ein Tagebuch geschenkt, in dem sie ihre Gedanken und Erlebnisse festhielt. Zwei Jahre lang lebte sie dort versteckt, unterstützt von Helfer*innen. Am 4. August 1944 wurden sie verraten, verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Anne und ihre Schwester Margot starben 1945 in Bergen-Belsen.
Miep Gies, eine der Helfer*innen, fand Annes Tagebuch und gab es später Annes Vater Otto Frank, der der einzige Überlebende der Familie war. Otto Frank beschloss, das Tagebuch zu veröffentlichen. 1947 erschien das Buch unter dem Titel „Das Hinterhaus“. Es wurde in über 60 Sprachen übersetzt und mehr als 30 Millionen Mal verkauft.