1986 veröffentlichten Katharina Oguntoye, May Ayim und Dagmar Schultz das Buch "Farbe bekennen: Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte". Es erzählt die Geschichten Schwarzer Frauen in Deutschland, ihre Erfahrungen mit Rassismus, Sexismus und Homophobie und beleuchtet die Schwarze Geschichte in Deutschland. Dabei prägten die Autorinnen den Begriff „afro-deutsch“, um die Identität Schwarzer Menschen in Deutschland zu beschreiben.
Aus den Treffen zur Buchentstehung entstanden später die Gruppen „Afro-Deutsche Frauen“ (ADEFRA) und die „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ (ISD). Diese Organisationen setzen sich für die Rechte Schwarzer Menschen und gegen Rassismus ein.
In der DDR lebten ebenfalls viele Schwarze Menschen, die zum Studieren oder Arbeiten kamen. Trotz antirassistischer Politik erlebten sie Diskriminierung und Gewalt. Ende der 1980er Jahre gründeten einige von ihnen Initiativen, um ihre Geschichte zu erforschen und gemeinsam gegen Rassismus zu kämpfen.