Am 14. Juni 1985 unterschrieben Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande das Schengener Abkommen. Es sollte die Grenzkontrollen zwischen diesen Ländern abschaffen und den Menschen mehr Reisefreiheit ermöglichen.
Der Ort Schengen in Luxemburg wurde gewählt, weil er an den Grenzen zu Deutschland und Frankreich liegt.
1990 wurde das Abkommen durch ein weiteres ergänzt, das die genauen Regeln für die Umsetzung festlegte. Mit der Zeit traten viele weitere Länder dem Schengen-Raum bei, auch Staaten außerhalb der EU wie Island und die Schweiz. Innerhalb des Schengen-Raums gibt es keine Grenzkontrollen mehr, aber die Kontrollen an den Außengrenzen Europas wurden stärker.
1995 wurde das Schengen Information System (SIS) eingeführt. Es hilft den Ländern, Daten auszutauschen und illegale Migration sowie Kriminalität zu überwachen. Heute ist das Schengener Abkommen Teil des EU-Rechts und gilt automatisch für neue EU-Mitglieder.