Stepptanz ist ein besonderer amerikanischer Tanz, der aus dem Zusammentreffen von westafrikanischen und irischen Tänzen entstanden ist.
Schon im 17. Jahrhundert arbeiteten viele Ir*innen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, zusammen mit versklavten Afrikaner*innen auf Plantagen in der Karibik. Beide Gruppen brachten ihre Musik, Tänze und Geschichten mit.
Als Sklav*innen in den 1740er Jahren keine Trommeln mehr benutzen durften, machten sie die Rhythmen mit ihren Händen und Füßen. Die Ir*innen mischten ihre eigenen Tanzstile mit den afrikanischen Tänzen. Daraus entstand eine neue Tanzform, die „Jigging“ genannt und bei der oft im Wettbewerb getanzt wurde.
Der Stepptanz entwickelte sich über die Jahrhunderte weiter, besonders im Nordosten der USA. Nach der großen Hungersnot in Irland kamen viele Ir*innen in die USA und arbeiteten dort wieder mit Afroamerikaner*innen zusammen. Später beeinflussten auch lateinamerikanische Musik und Hiphop den Stepptanz. So wurde er zu einer vielfältigen und beliebten amerikanischen Tanzart.