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United States
1650
Stepptanz: eine afro-irische Fusion

Stepptanz ist ein besonderer amerikanischer Tanz, der aus dem Zusammentreffen von westafrikanischen und irischen Tänzen entstanden ist.

Schon im 17. Jahrhundert arbeiteten viele Ir*innen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, zusammen mit versklavten Afrikaner*innen auf Plantagen in der Karibik. Beide Gruppen brachten ihre Musik, Tänze und Geschichten mit. Als Sklav*innen in den 1740er Jahren keine Trommeln mehr benutzen durften, machten sie die Rhythmen mit ihren Händen und Füßen. Die Ir*innen mischten ihre eigenen Tanzstile mit den afrikanischen Tänzen. Daraus entstand eine neue Tanzform, die „Jigging“ genannt und bei der oft im Wettbewerb getanzt wurde. Der Stepptanz entwickelte sich über die Jahrhunderte weiter, besonders im Nordosten der USA. Nach der großen Hungersnot in Irland kamen viele Ir*innen in die USA und arbeiteten dort wieder mit Afroamerikaner*innen zusammen. Später beeinflussten auch lateinamerikanische Musik und Hiphop den Stepptanz. So wurde er zu einer vielfältigen und beliebten amerikanischen Tanzart.
Sources
  1. Valis Constance Hill. Tap Dancing America: A Cultural History. New York: Oxford University Press, 2009.
  2. Valis Constance Hill. Tap Dance in America: A Very Short History. New York Public Library.
  3. Origin: A History of Social Dance in America -- AAS Online Exhibition. American Antiquarian Society. Aufgerufen am: August 12, 2015.
Additional Resources
  1. Mark Knowles. Tap Roots. North Carolina: McFarland and Company.