Spezielle Anmeldepflicht für Araber*innen und Südasiat*innen
Nach dem 11. September führte der Einwanderungs- und Einbürgerungsdienst (heute: Einwanderungs- und Zollabfertigung) im November 2002 ein spezielles Meldeverfahren zur Registrierung arabischer und südasiatischer Immigranten ein.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gab es in den USA ein neues Gesetz. Es hieß, Männer ab 16 Jahren aus vielen muslimischen Ländern und Nordkorea müssen sich bei der Regierung melden. Sie mussten ihre Daten, Fotos und Fingerabdrücke abgeben.
Etwa 82.000 Männer meldeten sich. 13.000 von ihnen wurden später abgeschoben, weil ihre Papiere nicht in Ordnung waren. Viele Menschen fanden das unfair und protestierten, weil das Gesetz nur bestimmte Gruppen überwachte und benachteiligte.
Das Gesetz wurde 2003 gestoppt. Aber ein Teil davon blieb bis 2011 in Kraft.
Der Plan der Regierung, die Sonderregistrierung für arabische und muslimische Einwander*innen zu beenden, ist ein implizites Eingeständnis, dass dieses Programm gescheitert und diskriminierend war.
- Lucas Guttentag, head of the Immigrants' Rights Project at the A.C.L.U.
Amaney A. Jamal. Race and Arab Americans before and after 9/11: From Invisible Citizens to Visible Subjects. Syracuse, N.Y.: Syracuse University Press.