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United States
1847
-
1857
Dred-Scott-Entscheidung verweigert Schwarzen Amerikaner*innen die Staatsbürgerschaft

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA im Fall Dred Scott gegen Sandford von 1857 entschied, dass Menschen afrikanischer Herkunft– egal ob versklavt oder frei – keine US-Bürger*innen sein können und deshalb nicht vor einem Bundesgericht klagen dürfen. Dred Scott, ein versklavter Mann, hatte auf seine Freiheit geklagt, weil er längere Zeit in einem Gebiet gelebt hatte, in dem Sklaverei verboten war. Nach einem langen Rechtsstreit entschied das höchste Gericht gegen ihn: Es erklärte, dass Schwarze nach der Verfassung keine Rechte als Bürger*innen hätten und dass der Kongress Sklaverei in den Bundesgebieten nicht verbieten dürfe. Dieses Urteil verschärfte die Spannungen zwischen Nord- und Südstaaten und war ein wichtiger Auslöser für den Amerikanischen Bürgerkrieg. Später wurde das Urteil durch den 13. und 14. Verfassungszusatz aufgehoben, die die Sklaverei abschafften und allen in den USA Geborenen die Staatsbürgerschaft zusicherten.
Die Dred-Scott-Entscheidung löste bei Sklavereigegner*innen breite Ablehnung aus und trug letztlich zum Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs bei.
Sources
  1. A Century of Lawmaking for a New Nation: U.S. Congressional Documents and Debates, 1774 – 1875. An Act Concerning Aliens. The Library of Congress. 1998. Aufgerufen am: August 31, 2015.
  2. Dred Scott’s fight for freedom. PBS.org. Aufgerufen am: August 31, 2015.
  3. History of Dred Scott. Washington University Digital Gateway. Aufgerufen am: August 31, 2015.