Die USA und Japan handeln ihr Gentlemen’s Agreement aus
Anfang des 20. Jahrhunderts hatten die USA und Japan wenig Kontakt, aber beide wollten mehr Einfluss im Pazifik und in China. In Kalifornien wurden japanische Einwander*innen und ihre Kinder stark diskriminiert. 1906 mussten japanische Kinder in San Francisco auf getrennte Schulen gehen. Das ärgerte die japanische Regierung und verschlechterte das Verhältnis zwischen den beiden Ländern.Um einen Streit zu vermeiden, einigten sich die USA und Japan 1907/1908 auf das sogenannte „Gentlemen’s Agreement“. Japan versprach, keine neuen Arbeiter*innen mehr in die USA ausreisen zu lassen. Im Gegenzug sollten die USA die Diskriminierung, zum Beispiel in den Schulen, verringern und die japanischen Familien, die schon in den USA lebten, nicht vertreiben. Das Abkommen war kein Gesetz, sondern eine informelle Vereinbarung. Es galt bis 1924, als die USA schließlich alle Einwander*innen aus Japan ablehnten.
Sources
Mitziko Sawada. "Culprits and Gentlemen: Meiji Japan's Restrictions of Emigrants to the United States, 1891-1909". Pacific Historical Review 60, no. 3. Seiten 339-359.
Ronald Takaki. Strangers from a Different Shore: A History of Asian Americans. Boston: Little, Brown & Co.
Additional Resources
Robert C. Kennedy. On This Day. The New York Times. Aufgerufen am: June 16, 2015.