Die Proteste beim Standing Rock Reservat, bekannt als #NODAPL, zeigten einen wichtigen und jahrhundertelangen Kampf der Indigenen in den USA um ihre Landrechte und ihr Recht auf Selbstbestimmung.
Die Demonstrationen gegen die Öl-Pipeline begannen im April 2016. Die ursprünglich geplante Route wurde verlegt und führte die Pipeline nun unter dem Missouri River entlang – direkt in die Nähe der Standing Rock Sioux Nation.
Die Sioux-Gemeinschaft befürchtete, dass ein Leck in der Pipeline ihr gesamtes Trinkwasser verseuchen und ihre alten, heiligen Grabstätten zerstören würde. Tausende Menschen aus aller Welt, darunter Mitglieder von über 300 indigenen Nationen, reisten an, um sich den Protesten anzuschließen. Sie nannten sich „Wasserschützer*innen“.
Der Streit war mehr als nur Umweltschutz: Die Sioux Nation klagte, weil die Regierung sie vor der Genehmigung des Baus nicht gefragt hatte, obwohl es um Gebiete mit heiligen Stätten ging. Für die Indigenen war es ein weiterer Fall, in dem ihre angestammten Rechte missachtet wurden.
Obwohl die Bauarbeiten nach einem Stopp im Jahr 2017 wieder aufgenommen und die Pipeline fertiggestellt wurde, war die #NODAPL-Bewegung ein großer Erfolg: Sie machte die Kämpfe der Indigenen um ihre Rechte und den Umweltschutz weltweit bekannt und brachte sie in den Mittelpunkt der Medien und Politik.