Die EU-Grenzpolitik wurde in den 1990er Jahren eingeführt, um die Grenzen innerhalb der EU zu öffnen, aber die Außengrenzen stärker zu schützen. Frontex ist die Agentur, die die EU-Länder bei der Überwachung der Außengrenzen unterstützt. Ziel ist es, illegale Einwanderung zu verhindern.
Frontex wird oft kritisiert, weil sie Geflüchtete auf dem Meer zurückdrängt, ohne dass sie Asyl beantragen können. Mit neuen Regeln von 2014 wurden die Befugnisse von Frontex erweitert. Jetzt können Boote mit Geflüchteten gestoppt und zurückgeschickt werden. Diese Maßnahmen sollen Menschenschmuggel verhindern, machen aber die Flucht gefährlicher.
Die EU wird dafür kritisiert, dass ihre Politik viele Menschenleben gefährdet. Seit dem Jahr 2000 sind etwa 23.000 Menschen auf dem Weg nach Europa gestorben. Ein Beispiel ist das Unglück vor Lampedusa im Jahr 2013, bei dem über 300 Menschen ertranken.