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Germany
1919
Versailler Vertrag

Der Versailler Vertrag legt fest, dass das Deutsche Reich und seine Verbündeten die Schuld am Ersten Weltkrieg tragen. Außerdem müssen sie alle ihre Kolonien abgeben.

Der Vertrag wurde am 28. Juni 1919 unterzeichnet und trat am 10. Januar 1920 in Kraft. Das Deutsche Reich muss Gebiete wie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia), Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Burundi, Ruanda und Teile von Mosambik), Kamerun und Togo an die Siegermächte abgeben. Diese Gebiete werden von anderen Ländern verwaltet. Die Nationalversammlung in Deutschland protestierte gegen die Abgabe der Kolonien und forderte, dass Deutschland seine kolonialen Rechte zurückbekommt. Diese Forderungen hielten bis in die 1940er Jahre an. Rassistische Bilder und Vorurteile blieben auch nach dem Ende des deutschen Kolonialismus in der Gesellschaft bestehen. In der Gegenwart gibt es immer noch koloniale Strukturen in Politik, Medien und Kultur. Aktivistische Gruppen setzen sich dafür ein, die deutsche Kolonialgeschichte sichtbar zu machen. Bereits 1924 entstand eine anti-koloniale Bewegung, in der Schwarze Menschen gegen die koloniale Unterdrückung kämpften.
Unterzeichnung des Versailler Vertrags William Orpen - Imperial War Museum Collections
Unterzeichnung des Versailler Vertrags
Spiegelsaal von Versailles am 28. Juni 1919, die Staatsoberhäupter unterzeichnen den Friedensvertrag von Versailles
Sources
  1. Die Deutsche Kolonialgesellschaft (DKG). Der Bildbestand der Deutschen Kolonialgesellschaft in der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Aufgerufen am: July 10, 2015.
  2. Deutsches Historisches Musem: Die Kolonie Deutsch-Ostafrika.. LeMO - Lebendiges Museum Online. Aufgerufen am: July 10, 2015.
Additional Resources
  1. Deutschland in Afrika - Der Kolonialismus und seine Nachwirkungen.  Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)). Bundeszentrale für politische Bildung,  21/05/2005. Aufgerufen am: July 10, 2015