Der Versailler Vertrag legt fest, dass das Deutsche Reich und seine Verbündeten die Schuld am Ersten Weltkrieg tragen. Außerdem müssen sie alle ihre Kolonien abgeben.
Der Vertrag wurde am 28. Juni 1919 unterzeichnet und trat am 10. Januar 1920 in Kraft.
Das Deutsche Reich muss Gebiete wie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia), Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Burundi, Ruanda und Teile von Mosambik), Kamerun und Togo an die Siegermächte abgeben. Diese Gebiete werden von anderen Ländern verwaltet.
Die Nationalversammlung in Deutschland protestierte gegen die Abgabe der Kolonien und forderte, dass Deutschland seine kolonialen Rechte zurückbekommt. Diese Forderungen hielten bis in die 1940er Jahre an. Rassistische Bilder und Vorurteile blieben auch nach dem Ende des deutschen Kolonialismus in der Gesellschaft bestehen.
In der Gegenwart gibt es immer noch koloniale Strukturen in Politik, Medien und Kultur. Aktivistische Gruppen setzen sich dafür ein, die deutsche Kolonialgeschichte sichtbar zu machen. Bereits 1924 entstand eine anti-koloniale Bewegung, in der Schwarze Menschen gegen die koloniale Unterdrückung kämpften.