Der lange Bürgerkrieg in Syrien und Konflikte in Ländern wie Afghanistan, Irak, Libyen oder Eritrea zwingen viele Menschen zur Flucht nach Europa. Auf dem Weg dorthin erleben sie große Schwierigkeiten, auch weil viele europäische Staaten nur wenige oder gar keine Flüchtlinge aufnehmen.
2015 flohen viele Menschen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und Irak nach Europa, um Krieg und Gewalt zu entkommen. Frontex schätzte, dass etwa 1,8 Millionen Menschen kamen. Deutschland nahm die meisten auf, mit fast einer Million Menschen und über 400.000 Asylanträgen. Anfangs wurden sie herzlich empfangen, aber bald gab es Widerstand von rechtsextremen Gruppen.
Diese Gruppen äußerten Sorgen über Integration und Kulturunterschiede. Die Gewalt gegen Geflüchtete nahm zu: 2015 gab es über 1.000 Angriffe auf Unterkünfte. Deutschland schloss seine Grenze zu Österreich, um den Zustrom zu begrenzen. Innenminister Thomas de Maizière schlug vor, Geflüchtete mit Geldbeträgen zurückzuschicken.
In der EU gab es Streit darüber, wie die Geflüchteten verteilt werden sollten. Südliche Länder wollten finanzielle Hilfe, während Deutschland ein Quotensystem vorschlug. Die Diskussionen blieben ohne Ergebnis. Viele EU-Staaten verschärften ihre Grenzkontrollen und Asylgesetze. Die Krise führte zu politischen Spannungen und einem Erstarken nationalistischer Parteien.