Die US-Serie „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“ wurde 1978 ausgestrahlt. Sie löste in den USA und in Westdeutschland eine große öffentliche Debatte aus. Viele Menschen begannen, anders über die NS-Zeit und die deutsche Verantwortung nachzudenken.
Die Serie wurde vom Sender NBC produziert. Sie erzählte die Geschichte des Holocaust als Drama. Dabei war Spannung wichtiger als genaue historische Details. Gedreht wurde unter anderem in Westdeutschland und Österreich. Der Berliner Stadtteil Wedding stellte das Warschauer Ghetto dar.
In vier Folgen zeigte die Serie das Leben zweier deutscher Familien von 1935 bis 1945. Die jüdische Familie Weiss stand für die Opfer der NS-Verfolgung. Die Familie Dorf zeigte die Seite der Täter. In Westdeutschland war es damals noch selten, offen über die eigene NS-Vergangenheit zu sprechen. Die Serie änderte das, weil sie einzelne Schicksale zeigte und nicht nur große Zahlen.
Die Serie erreichte 15 bis 20 Millionen Zuschauer*innen. Sie machte den Begriff „Holocaust“ in Westdeutschland bekannt, der zuvor kaum benutzt wurde.
Es gab aber auch Kritik. Der Holocaust-Überlebende Elie Wiesel fand die Serie zu vereinfacht und zu ungenau. Er meinte, dass das Leid der NS-Zeit nicht als Fernsehserie erzählt werden sollte.