Nach dem Zweiten Weltkrieg hörte rassistische und rechtsextreme Gewalt nicht auf. In den 1980er Jahren gab es in der BRD besonders viele rechtsextreme Angriffe gegen Migrant*innen.
Ein Beispiel ist der Brandanschlag der „Deutschen Aktionsgruppen“ 1980 auf ein Asylbewerberheim in Hamburg. Dabei starben zwei vietnamesische Männer. Es war der erste offiziell anerkannte Mord durch rechtsextreme Gewalt seit 1945. Viele weitere Fälle wurden nicht untersucht, oft wegen rassistischer Vorurteile.
Ein weiterer Anschlag ereignete sich 1980 beim Münchner Oktoberfest. Gundolf Köhler, Mitglied der rechtsextremen „Wehrsportgruppe Hoffmann“, zündete eine Bombe. Dabei starben 13 Menschen, und über 200 wurden verletzt.
Diese Taten zeigen, dass rechtsextremer Terrorismus in Deutschland schon lange existiert und nicht erst mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) in den 1990er Jahren begann.