Marwa El-Sherbini war eine ägyptische Pharmazeutin, die mit ihrem Mann und ihrem dreijährigen Sohn in Deutschland lebte. Am 1. Juli 2009 wurde sie während einer Gerichtsverhandlung von einem Mann erstochen, der sie zuvor rassistisch beleidigt hatte.
Der Täter hatte Marwa als „Terroristin“ beschimpft und wurde deshalb vor Gericht gebracht. Während der Verhandlung griff er sie mit einem Messer an und tötete sie. Ihr Mann, der ihr helfen wollte, wurde ebenfalls verletzt. Ein Polizist schoss versehentlich auf ihn, weil er ihn für den Täter hielt.
Der Mord löste weltweit Bestürzung aus und führte zu einer Diskussion über Rassismus und Islamfeindlichkeit in Deutschland. Der Täter wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.