Am 27. Februar 2010 wird das Gröbenufer in Berlin-Kreuzberg in May-Ayim-Ufer umbenannt. May Ayim war eine afrodeutsche Dichterin und Lehrerin, die sich gegen Kolonialismus und Rassismus einsetzte. Die Umbenennung ehrt ihr Engagement.
Vorher war das Ufer nach Otto Friedrich von der Gröben benannt, der am Versklavungshandel beteiligt war und eine Kolonie in Ghana gründete. Viele Vereine und Menschen der Schwarzen Community haben sich jahrelang für die Umbenennung eingesetzt.
In Deutschland kämpfen viele Gruppen dafür, die koloniale Vergangenheit sichtbar zu machen. In Berlin gibt es Forderungen, die „Mohrenstraße“ in „Nelson-Mandela-Straße“ umzubenennen und Führungen im „Afrikanischen Viertel“, wo Straßen nach Kolonialherren benannt sind. Die Initiative „No Humboldt 21“ kritisiert das Humboldt Forum, weil dort viele Objekte gezeigt werden, die als koloniale Raubkunst gelten.