Feridun Zaimoğlus Buch „KanakSprak – 24 Misstöne vom Rande der Gesellschaft“ ist eine Sammlung von fiktiven Monologen junger Männer mit Migrationshintergrund. Es zeigt ihre Sicht auf die Gesellschaft und ihren Platz darin.
Die Figuren, darunter Zuhälter, Müllmänner, Drogenabhängige und Transsexuelle, sprechen in einer direkten, provokanten und oft beleidigenden Sprache. Der Titel „KanakSprak“ verwendet bewusst den abwertenden Begriff „Kanake“, um ihn selbstbewusst umzudeuten und die Stereotype, die damit verbunden sind, zu übertreiben. Statt diese Vorurteile zu widerlegen, greift das Buch sie auf und stellt sie in den Mittelpunkt.
„KanakSprak“ ist ein wichtiges Werk der Migrationskultur und kritisiert die Benachteiligung und Ausgrenzung von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland. Es beeindruckt durch seine Sprache und die offene Darstellung von Lebenserfahrungen am Rand der Gesellschaft.