1933 wurde die Reichskulturkammer unter Joseph Goebbels gegründet, um die Medien wie Presse, Rundfunk, Literatur, Kunst und Film unter Kontrolle zu bringen und die Menschen von der nationalsozialistischen Ideologie zu überzeugen.
Der Film wurde als wichtiges Propagandamittel betrachtet, weshalb die Filmindustrie verstaatlicht und kontrolliert wurde. Filmschaffende mussten „deutscher Abstammung“ sein und der Reichsfilmkammer beitreten. 1934 führte Goebbels Zensur und „Kulturfilme“ sowie Wochenschauen ein, die die Kriegsführung und die Ideologie der Nazis unterstützten.
1937 wurde die Ufa, der größte deutsche Filmkonzern, von der Regierung übernommen. Viele jüdische und regimekritische Filmschaffende gingen ins Exil, wie Fritz Lang und Marlene Dietrich. In der NS-Zeit wurden über 1200 Filme produziert, darunter Propagandafilme und Unterhaltungsfilme wie „Jud Süß“ (1940) und „Wunschkonzert“ (1940).
In der Weimarer Republik hatten auch Schwarze Schauspieler*innen wie Louis Brody und Mohamed Husen in Filmen mitgespielt. Husen, der in 23 Filmen zu sehen war, wurde 1941 ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert, wo er 1944 starb. 2007 wurde ihm in Berlin ein Stolperstein gewidmet.