In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wollte die US-Regierung, dass weiße Siedler*innen immer mehr Land bekommen. Die Landrechte und die eigene Kultur der indigenen Völker (also der ersten Bewohner*innen) galten dabei als Hindernis.
1871 beschloss der US-Kongress den Indian Appropriation Act. Das Gesetz sagte, dass indigene Völker und Gruppen nicht mehr als eigene, unabhängige Nationen anerkannt werden. Die US-Regierung durfte keine Verträge mehr mit ihnen abschließen. Dadurch konnten die USA leichter das Land der indigenen Völker nehmen und ihre Rechte einschränken. Die indigenen Menschen wurden nun wie „Mündel“ behandelt, also wie Kinder, die von der Regierung abhängig sind.