Das Einwanderungsgesetz von 1990 öffnete die USA wieder stärker für Zuwanderung, ähnlich wie vor den 1920er Jahren. Ziel war es, mehr gut ausgebildete Fachkräfte ins Land zu holen, weil es in den USA an solchen Arbeitskräften fehlte.
Das Gesetz machte es leichter, einzuwandern, und erhöhte die Zahl der erlaubten Einwander*innen um 40 Prozent auf 700.000 pro Jahr.
Zum ersten Mal wurde zwischen gelernten und ungelernten Arbeitskräften unterschieden: Wer besondere Qualifikationen hatte, konnte spezielle Visa beantragen, zum Beispiel das H-1B-Visum für Fachkräfte. Dafür brauchte man mindestens einen Bachelor-Abschluss, und es gab jedes Jahr 65.000 dieser Visa.
Auch die Familienzusammenführung wurde ausgebaut. Mit dem Diversity Immigrant Program vergab man mehr Visa an Menschen aus Ländern, aus denen bisher wenige in die USA eingewandert waren, um die Vielfalt zu erhöhen.
Außerdem wurde eine alte, diskriminierende Regel abgeschafft, die Homosexuellen die Einreise wegen „sexueller Abweichung“ verbot.