Im Jahr 2010, kurz nach dem umstrittenen Einwanderungsgesetz SB 1070 in Arizona, unterschrieb Gouverneurin Jan Brewer auch das Gesetz HB 2281. Dieses Gesetz erlaubt es, bestimmte Schulfächer zu verbieten, wenn sie „ethnische Solidarität fördern“ oder „Ressentiments gegen Menschen bestimmter Herkunft oder Klasse“ unterstützen.
HB 2281 richtete sich besonders gegen das Mexikanisch-Amerikanische Studienprogramm in Tucson. In diesem Programm lernten Schüler*innen über mexikanisch-amerikanische Geschichte und Literatur. Gegner sagten, die Kurse würden Hass gegen Weiße fördern. Befürworter*innen meinten, die Kurse helfen beim Nachdenken über Herkunft und Identität. Studien zeigten, dass Schüler*innen, die diese Kurse besuchten, öfter ihren Schulabschluss machten und aufs College gingen.
Durch das Gesetz wurden über 80 Bücher aus den Schulbibliotheken entfernt, darunter „Pädagogik der Unterdrückten“ und „Chicano! Die Geschichte der Mexikanisch-Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung“. Aktivist*innen kämpfen weiter dafür, dass das Verbot aufgehoben wird.