In Berlin wurden ab 2011 sogenannte Willkommensklassen für neu zugewanderte Kinder ohne Deutschkenntnisse eingerichtet. Sie sollten beim schnellen Deutschlernen helfen.
Doch bald zeigte sich: Die Trennung von Kindern nach Herkunft führt oft zu Absonderung und Stigmatisierung. Manche Schulen nannten diese Klassen sogar „Roma-Klassen“, was besonders diskriminierend war.
Die Zahl der Willkommensklassen wuchs schnell, aber es gab kein einheitliches Konzept. Deshalb unterschieden sich Unterricht, Dauer und Lehrkräfte stark.
Kritiker*innen sagen: Die getrennten Klassen erinnern an die alten „Ausländerklassen“ der 1970er Jahre. Außerdem zeigen Studien, dass gemeinsamer Unterricht in Regelklassen das Deutschlernen eher verbessert. Ein klarer Nutzen der Willkommensklassen ist bisher nicht nachgewiesen. Deshalb gelten sie sowohl pädagogisch fragwürdig als auch diskriminierend.