Es ist die Geschichte von Emmi und Ali. Einer 60-jährigen Witwe und ihrem 20 Jahre jüngeren marokkanischen Mann. Der Film thematisiert die Konflikte und Diskriminierungen im sozialen Umfeld des Paares.
Der Film „Angst essen Seele auf“ erzählt die Geschichte von Emmi, einer 60-jährigen Witwe, und Ali, einem 20 Jahre jüngeren Mann aus Marokko. Die beiden lernen sich zufällig in einer Bar kennen, kommen sich näher und entscheiden, zu heiraten. Doch ihre Beziehung stößt auf Ablehnung: Emmis Kinder, Nachbarn und Arbeitskolleg*innen reagieren mit Verachtung. Sie werden ausgegrenzt und diskriminiert.
Der Film zeigt nicht nur die Probleme durch den Altersunterschied, sondern auch die Vorurteile gegenüber Arbeitsmigrant*innen in Deutschland in den 1970er Jahren. Er thematisiert Rassismus und soziale Ausgrenzung. Regisseur Rainer Werner Fassbinder macht deutlich, wie schwer es für solche Paare ist, in einer Gesellschaft zu bestehen, die sie nicht akzeptiert.
„Angst essen Seele auf“ gehört zu den wenigen Filmen dieser Zeit, die das Leben von Migrant*innen in Deutschland zeigen. Der Film ebnete den Weg für das sogenannte migrantische Kino, bei dem Migrant*innen ihre eigenen Geschichten erzählen.